Um 06:00 Uhr wurden wir pünktlichst von einem TukTuk bei unserem Bungalow abgeholt. Die Reise endete jedoch bereits am Busbahnhof in Kep, wo wir erst einmal auf unser eigentliches TukTuk warten mussten, in welchem es dann Richtung vietnamesische Grenze weiterging. 6km vor der Grenze mussten wir vom TukTuk auf 2 Mopeds umsteigen, wobei die Rucksäcke zwischen den Beinen unserer Fahrer transportiert wurden.

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Der „Check Out“ von Kambodscha verlief reibungslos. Beim „Check In“ in Vietnam wurden zum ersten Mal unsere Impfpässe verlangt, wie gut dass wir die bei unseren Pässen im Handgepäck aufbewahren, sonst hätten wir 1$ Strafe zahlen müssen ;) Nach dieser Gesundheitskontrolle gings weiter zum eigentlichen Check In – dieser hatte jedoch noch geschlossen. Nach einigem Warten fingen wir an einen Angestellten zu fragen, wann der Check In denn öffnen würde, eigentlich hätte er nämlich schon um 06:00 Uhr öffnen sollen. Wir erklärten, dass wir eigentlich das Boot nach Phu Quoc um 08:00 Uhr erwischen wollten – zu dem Zeitpunkt war es bereits 07:45 Uhr. Plötzlich war es doch möglich und der Mann setzte sich in das Büro um unser Visum auszustellen.

Auf den 2 Motos ging es weiter nach Ha Tien, einer kleinen Stadt gleich hinter der Grenze, zu einer angeblichen „Ferry Station“ am Arsch der Welt. Der Typ vor Ort meinte die Fähre wäre leider nicht verfügbar, sie wäre für 3 Tage – nein sogar noch länger ausgebucht. Da gerade Nebensaison war, glaubten wir die Geschichte nicht wirklich, als er das bemerkte kam er mit seiner 2. Geschichte. Touris hätten die Fähre für einen Ausflug nach Phu Quoc 3 Tage lang gemietet!!! Ja klar, Touristen mieten sich eine riesige öffentliche Fähre für 3 Tage. Falls wir nicht die nächste Woche in HaTien bleiben wollen, sollten wir uns dringend von unseren Motos zum nächsten Busbahnhof bringen lassen, von dort einen Bus nach Rach Gia nehmen und dort sollte es in den nächsten Tagen noch eine Fähre nach Phu Quoc gäben. Als wir zu unseren Mopedfahrer meinten sie sollten uns nun endlich zur richtigen Fährenstation bringen konnten sie plötzlich gar kein Englisch mehr und meinten sie kennen sich in dieser Stadt gar nicht aus. Sie kennen nur den Weg zu dieser Station. Nach vielen, vielen Diskussionen und vor allem weil unsere Mopedfahrer noch kein Geld bekommen hatten (da hatten wir in Kep Gott sei Dank darauf bestanden erst am Ende zu zahlen) brachten sie uns in Ha Tien zum Markt.

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Dort stiegen wir ab und suchten auf eigene Faust nach der Ferry Station. Nachdem unsere armen Mopedfahrer nun diesen extra Weg auf sich nehmen mussten um uns die 2 Minuten von der falschen Ferry Station zum Markt zu bringen verlangten sie natürlich mehr Geld. Unsere Geduld war nun endgültig am Ende und schnell suchten die 2 das Weite ;) Nachdem im Lonely Planet stand, die Ferry Station würde sich gegenüber vom Ha Tien Hotel befinden fragten wir uns erst mal durch. Wir fanden gleich ein paar freundliche Leute die uns den Weg erklärten. Mit 5 Mopedfahrern im Gepäck, die uns alle zum Hotel bringen wollten, aber alle in unterschiedliche Richtungen deuteten, bahnten wir uns den Weg zum Hotel. Dort angekommen ließen wir erst einmal alle Rucksäcke auf den Boden fallen und verschnauften ein paar Minuten. Der nächste Weg führte uns, wie in jedem neuen Land, als erstes zum nächsten ATM – das erste Mal in unserem Leben waren wir Millionäre. Danach verhandelten wir mit der Dame im Hotel um einen Preis fürs Bootticket nach Phu Quoc. Eine kleine Provision für sie war wohl trotzdem noch drin, denn gleich lief sie los zum Hafen und besorgte uns 2 Tickets ;)

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Bei einem Restaurant/Tourist Office auf der anderen Straßenseite aßen wir erst einmal und warteten auf unser Boot. Als eine Gruppe Touris aus Sihanoukville ankam und zum Boot gebracht wurde, schlossen wir uns heimlich an und mussten so nur noch der Masse folgen. Am Nachmittag kamen wir endlich auf Phu Quoc an.

Wieder hatten wir eine aufregende Grenzüberquerung hinter uns, aber wie man sieht – mit oder ohne Tour es ist immer Abzocke ohne Ende!!

2 Antworten zu “Auf dem Moped nach Vietnam”

  1. katharina

    soo viele neue einträge – ihr wart ja richtig fleißig in letzter zeit :)
    wünsch euch noch schöne letzte tage und tolle erlebnisse auf dem nächsten kontinent :)
    guten flug!

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