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Wir haben fürs Erste wieder genug vom Großstadt Flair und fahren von Medellin nach Jardin in der Kaffeezone Kolumbiens.

Jardín

Jardín ist ein wunderbarer Kontrast zum geschäftigen Medellin. Denn hier scheinen die Uhren stehen geblieben zu sein. Wir spazieren durch den gemütlichen Ortskern, die Bauten aus der Kolonialzeit sind wie schon in Guatapé farbenfroh. Auf dem Hauptplatz finden sich hunderte Stühle, alle in unterschiedlichen Farben bemalt, so lässt es sich auch leicht erkennen, zu welchem Restaurant oder Café die Stühle gehören. Wir bestellen uns einen Kaffee und gesellen uns zu den Einheimischen auf den Hauptplatz. Im Café Europa bestellen wir uns Pizza und essen seit langem wieder richtigen Blaukäse – die Pizza ist köstlich!

Wir campen in einer kleinen Seitenstraße, ruhig ist es hier die ganze Nacht. Den nächsten Morgen lassen wir das Auto stehen und gehen eine Runde wandern. Wir kommen vorbei an Kaffee- und Bananenplantagen, an Wasserfällen und spazieren Teile entlang eines Flusses.

Ziel unserer Wanderung ist der Cable Aéreo, die lokale Seilbahn. Und die hat es in sich. Kaum stehen wir in dem Korb geht es auch schon los und wir rasen hinunter in das Tal, über Bananenplantagen und runter in das Dorf.

In der Zona Cafetera

Von Jardín führt unser nächster Stop über ein paar Backroads nach Filandia, wo wir im Innenhof der Steelhorse Filandia übernachten. Hier haben sich zwei ehemalige Overlander aus England einen Traum erfüllt und bauen hier Schritt für Schritt einen beliebten Platz bei Overlandern auf, als auch eine Unterkunft mit mehreren Zimmern, und einen kleinen Bauernhof.

Abends sitzen wir bereits im gemütlichen Auto, als wir plötzlich Rufe hören: „Steffi, Daniel“. Es sind Katie und Wayne, die im Dunkeln vor verschlossenen Türen stehen. Sie standen stundenlang in Baustellen fest und sind fix und fertig. Am nächsten Tag tauschen wir uns bei einem leckeren Barbecue über die letzten Tage aus, und wir bekommen ein paar Tipps für unser nächstes Ziel Salento und das Valle de Cocoa.

Tags darauf trudeln auch noch Anke und Anderas bei der Steelhorse Filandia ein, und wir gönnen uns einen leckeren Fajita Friday. Absolut köstliche Fajitas zubereitet von Yvette für 4,50 € pro Person.

Salento

Der Weg von Filandia nach Salento ist eigentlich nicht weit, doch heute ist ein großes Radrennen und alle Straßen sind gesperrt. Wir warten und warten, entscheiden uns dann für eine Backroad, an der wir zufällig auch direkt bei der kleinen Kaffeefarm Don Elias vorbei kommen, die wir sowieso besuchen wollten. Spontan machen wir gleich eine Kaffeetour auf dieser schönen kleinen Finka. Ungefähr eine Stunde führt uns Alejandro durch das Anwesen, dies ist eine recht kleine Finka und alles wird in liebevoller Handarbeit zubereitet. Wir pflücken ein paar der reifen Kaffeekirschen, wir entfernen die Schale, rösten ein paar Kaffeebohnen ein wenig, und mahlen fertige Bohnen, aus welcher wir gleich im Anschluss unseren eigenen Kaffee zubereiten. Wie Kaffee hergestellt wird haben wir zwar schon bei der Kaffeetour in Minca gelernt, doch hier lernen wir auch über die Früchte, die zum Kaffeebau dazu gehören. Wie hier z.B. der Bambus, der die Erde der steilen Hänge zusammenhält um Erdrutsche zu verhindern, die Bananen-, Mango- und Zitrusbäume die den Bohnen einen eigenen Geschmack verleihen, aber auch die Moskitos anlocken und somit von den Kaffeekirschen weglocken.

Salento und Camping La Serrana

Ein weiterer beliebter Overlander Treffpunkt ist Camping La Serrana in Salento. Die guten Spots sind allerdings leider schon belegt, ein großer Teil der Wiese ist überschwemmt durch den vielen Regen. Also bleibt uns nur der Platz vor der Waschküche. Im Dorf ist heute die Hölle los, vermutlich wegen dem Radrennen am Nachmittag, welches hier geendet hat. Nach einem leckeren „Menu del Dia“ spazieren wir hoch zum Lookout und sehen einen tollen Sonnenuntergang.

Valle de Cocora

Tags darauf fahren wir ins Valle de Cocora, leider ist heute Sonntag, und so ist auch hier ist viel los. Nachdem das Wetter die letzten Tage nicht beständig war und die Wolken tief hängen entscheiden wir uns gegen die lange Wanderung und nehmen den kurzen 1-2 Stunden Loop. Schon bald sehen wir die ersten Wachspalmen, die das Highlight dieser Region sind. Bis zu 60 Meter können diese Palmen werden, und sind dadurch die höchsten Palmen der Welt. Das besondere ist, dass diese Palmen nur hier in der Gegend zwischen 2.000 und 3.000m wachsen.

Nach dieser schönen Wanderung fahren wir weiter auf eine tolle Backroad durch die Berge von Salento nach Toche. Immer höher winden wir uns die Berge hoch und suchen uns einen schönen Schlafplatz auf 3.000m. Am nächsten Morgen fahren wir stundenlang weiter auf dieser einsamen Straße, nur zwei weitere Autos begegnen uns, dafür sehen wir Millionen von Wachspalmen. Abends kommen wir in Ibagué an, wo wir auf der Suche nach neuen Buchsen für unsere Stoßdämpfer und den vorderen Stabilisator sind. Leider gibt es keine passenden Buchsen für die Stoßdämpfer also werden diese direkt anhand der alten vor Ort angefertigt. Zwar sind diese nicht ganz perfekt, übergangsweise allerdings um einiges besser als die alten kaputten.

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