Der Top of the World Highway

Von Dawson City nehmen wir die kostenlose Fähre auf die andere Seite des Yukon River. Dort startet der überall hoch gelobte Top of the World Highway. Über einen Bergkamm, mit atemberaubender Aussicht, führt die 127 Kilometer Straße nach Alaska.

Weit kommen wir am ersten Tag nicht mehr, mit der Autowäsche, Volltanken, und Wasser auffüllen kommen wir erst spät in Dawson City los und suchen somit bald einen passenden Schlafplatz.

Immer mehr Nebel zieht auf und schon bald startet der leichte Regen, der die nächsten paar Tage andauern soll.
Somit bleibt für uns ein großer Teil der wunderbaren Landschaft hinter einer Wolkenwand verborgen. Wir können nur ahnen wie toll diese Fahrt bei Sonnenschein sein muss. Kurz vor Little Gold/Poker Creek (Einwohnerzahl 3), der nördlichst gelegenen Grenze der USA, halten wir noch einmal an. Aus den Tiefen werden unsere Pässe rausgekramt und Dokumente für das Auto hergerichtet. Was wir genau brauchen wissen wir nicht, irgendwie haben wir total verplant uns auf die Grenze vorzubereiten, also haben wir lieber mal alles parat.

Eines wissen wir allerdings – gewisse Lebensmittel dürfen nicht über die Grenze mitgeführt werden, unter anderem Zitrusfrüchte also essen wir mit Blick auf die lang ersehnte Grenze unsere letzten Mandarinen.

Die Grenzbeamten sind super freundlich und entspannt. Nur unsere Pässe und jeweils 6 USD werden benötigt – und das wars. Mit unserem B1 Visum sind auch nicht wirklich viele Formalitäten von uns nötig, und schon sind wir in „The Last Frontier“ angekommen. Mit unserem Timing hatten wir auch richtig Glück, in den kommenden Tagen schließt diese Grenze über die Wintersaison.

Ab nun ist ein bisschen Kopfrechnen nötig, denn ab sofort heißt es Meilen, Feet und Inch, oder Gallonen, Quarts und Cups. Die Amis und ihre krummen Einheiten. Metrisch macht das alles ja immer noch Sinn, mit 10fachen oder 100fachen Werten. Doch nun ergeben 12 inch einen foot, 3 feet sind dann 1 yard und 1760 yard ergeben 1 Meile.

Chicken

Bald schon erreichen wir den nächsten Punkt auf der Landkarte – Chicken, Alaska. Viel zu sehen gibt es hier eigentlich nicht, man hat die Qual der Wahl zwischen dem „Chicken Mercantile Emporium“, dem „Chicken Liquor Store“, dem „Chicken Creek Saloon“ und dem „Chicken Creek Cafe“. Ein Telefonsignal sucht man hier ewig, als auch eine Toilette mit Wasserspülung. Überrascht waren wir alles noch geöffnet vorzufinden, aber schon in den nächsten paar Tagen, wird hier auch alles über den Winter dicht gemacht. Dann schrumpft auch die Zahl der Einwohner von 30-50 auf 15.

Ursprünglich hieß der Ort Ptarmigan, wie der einheimische Vogel. Und nachdem Ptarmigan schwer zu buchstabieren ist, und die Vögel meistens „Chicken“ genannt werden, wurde aus Ptarmigan – Chicken.

Im Chicken Gold Camp gibt es eine Dredge – ein ehemaliger Schaufelradbagger für die Goldsuche – wie wir ihn von „Goldrausch in Alaska“ (TV Serie auf DMAX) kennen. ;)

Und plötzlich ist es auch wieder viel wärmer, das merken wir vor allem an den Moskitos. Bisher waren wir hier im hohen Norden fast ausschließlich von ihnen verschont geblieben – wohl der größte Vorteil der kalten Temperaturen. Doch hier sind wir sofort von Ihnen umzingelt.

Weiter am Taylor Highway

Eines fällt uns in Alaska gleich auf, auch hier sind wir mitten in der Jagdsaison angekommen. In den Parkbuchten neben der Straße parken die Trucks mit Trailern für die Quads und überall wird gecampt. Nicht unüblich ist es ein Auto auf der Straße zu sehen, mit dem Schädel und Geweih eines Elches oder Karibus am Dach festgeschnallt.

Auch in Kanada hatten wir bereits viele Jäger getroffen, doch haben wir irgendwie den Eindruck, dass sich diese ein bisschen mehr ins Backcountry für die Jagd durchschlagen.

Vor allem auf dem Taylor Highway, Heimat der Fortymile Caribou Herde, wimmelt es nur so von Jägern. Mit dem Fernglas auf Anschlag sehen wir diese die Straßen auf und ab fahren. Nur zu gerne würden wir endlich Karibus sehen, doch hoffen wir insgeheim doch keine zu sehen. Vor Jägern wären diese auf keinen Fall sicher.

Immer wieder sehen wir die Zeichen von ehemaligen Waldbränden entlang des Taylor Highways. 2004 verbrannten hier 6.4 Millionen Acres (knapp 26.000km² – ca. 1/3 der Fläche Österreichs), und insgesamt 707 gezählte Waldbrände gab es in jenem Jahr – Hauptursache waren Blitze und der heiße Sommer.

Und während wir immer weiter in den Norden fahren, sehen wir immer öfter die Zugvögel auf ihren Weg nach Süden.

Alaska Highway

Irgendwann stoßen wir schließlich wieder auf den Alaska Highway, den wir kurz hinter Whitehorse verlassen hatten. Weiter geht es über Tok bis nach Delta Junction – dem offiziellen Ende des Alaska Highway, welcher hier bei Meile 1422 endet.

Von hier hat man die Möglichkeit über den Richardson Highway ins südliche Alaska zu fahren, mit Blick auf die atemberaubende Richardson Range – unser ursprünglicher Plan. Für uns geht es allerdings weiter nach Westen, bis nach Fairbanks – unser aktuelles Ziel um es rechtzeitig bis zum Denali Nationalpark zu schaffen.

North Pole

Kurz vor Fairbanks findet sich ein sonderbarer Ort auf dem Alcan, nämlich North Pole. Und wie man es dem Namen nach vermuten würde, gibt es dort auch tatsächlich das Haus des Weihnachtsmanns. Diesen haben wir dort leider nicht angetroffen, denn dieser bereitet sich bereits auf Weihnachten vor.

Wir schlenderten ein bisschen durch den äußerst kitschigen Verkaufsraum, bewunderten erst schöne Weihnachtsdeko bis wir zur Army Abteilung kamen. Wirklich? – Christbaumschmuck mit einem Militär-Bären und Maschinengewehr in der Hand? Oder ganz idyllisch auf einem Panzer? Gar nicht so klein die ganze Army Abteilung und irgendwie verstörend, die Zuckerstange auf die sich Steffi schon den ganzen Tag gefreut hat wollen wir nun irgendwie auch nicht mehr. Lieber einen Burrito bei Taco Bell nicht unweit entfernt.

Später erfahren wir von Einheimischen in Anchorage, dass sie letztes Jahr extra nach North Pole gefahren sind, um ihre Weihnachtspost und Pakete hier abstempeln zu lassen, das finden wir aber wirklich süß. :)

Vor unserer Weiterfahrt statten wir den Rentieren nebenan noch einen kurzen Besuch ab, doch dann haben wir genug gesehen.

Denali Nationalpark

Der Denali National Park stand eigentlich nicht wirklich auf unserer ToDo Liste. Auf den Campingplatz kommt man nur mit einem Wochen bzw. Monate vorher reservierten Platz und einem Mindestaufenthalt von 3 Tagen. Bustouren waren soweit wir wussten ebenfalls lange vorher bereits ausgebucht.

Auf den Gedanken, diesen Nationalpark doch noch zu besuchen kamen wir erst wieder auf dem Dempster Highway, wo wir die Deutschen Wolfgang, Ulli, Tarik und Lisa trafen, welche nur so vom Denali schwärmten. Dort erfuhren wir auch von den grünen Shuttle Bussen, und so einen wollen wir auch noch versuchen zu buchen.

Nach dem Dempster Highway bleiben uns allerdings nur noch ein paar Tage bis der Nationalpark für diese Saison schließen wird, also legen wir die Strecke Dawson City bis Fairbanks relativ zügig zurück. Geplant haben wir am letzten oder vorletzten Tag, falls noch buchbar, den Shuttle Bus zu buchen. Und wie es das Glück so wollte ist für den vorletzten Tag, Mittwoch den 14. September, Sonne vorhergesagt und es sind auch noch zwei Plätze im Shuttle Bus verfügbar. Schnell schlagen wir zu, 50$ kostet der 12-stündige Shuttle Bus pro Person. Dieser bringt uns die 91 Meilen bis zum Ende der Straße in den Nationalpark, theoretisch könnte man unterwegs aussteigen und später wieder einen der nächsten Busse nehmen, doch 12 Stunden reichten uns dann insgesamt. Alternativ gibt es noch kürzere Strecken, zu günstigeren Preisen.

Kurzer Stop in Fairbanks

Von Fairbanks selbst sehen wir eigentlich recht wenig. Im Visitor Center wird kurz gestoppt und nach Hause telefoniert. Danach ist dringendst Wäsche waschen dran, wir finden sogar eine Laundry, in der man ebenfalls duschen kann. Und als wir noch auf den Trockner warten müssen, vertreiben wir uns die Zeit nebenan bei Thai Curry. Eigentlich wollen wir so früh wie möglich Richtung Denali starten, doch wir wollen unbedingt noch zu Fred Mayer, von dem Shop haben wir bereits von anderen Reisenden gehört. Tanken müssen wir dann auch noch schnell und wieder unser Wasser auffüllen.

Und schon sind die Stunden nur so verronnen und wir machen uns Abends auf den Weg Richtung Denali National Park. Der Weg dorthin scheint eigentlich wunderschön zu sein. Doch wir wollen morgen früh definitiv den Bus erwischen und fahren noch so weit wir können. Irgendwann überkommt uns doch die Müdigkeit und wir schlafen fünf Stunden bevor um 4:30 Uhr schon wieder der Wecker klingelt. Kurz werden noch die Nordlichter bewundert, die schwach am Himmel über uns Leuchten, und los geht es.

Am Wilderness Access Center (WAC) angekommen werden noch ein paar Schinken-Käse Brote vorbereitet und alles weitere in den Rucksack gepackt, Regenjacke und Sonnenbrillen, Fernglas, Schal, Handschuhe und Haube. Und genügend Proviant: Wasser, Brote, Cracker, Äpfel, Bananen, Mandarinen und natürlich einige Schokoriegel – das müsste für die 12 Stunden reichen, vermutlich sogar für mehrere Personen. Jetzt brauchen wir nur noch Kaffee.

Im WAC gibt es dann tatsächlich Kaffee, hier gibt es eine kleine Starbucks Niederlassung. Mit den frühen Touren scheinen sie auch einiges an Gewinn zu machen, jeder Zweite läuft hier mit einem Coffee-to-go Becher rum.

Um 7:45 Uhr ist es dann soweit, unser Bus steht bereit. Schnell bildet sich eine Schlange, und beim Betreten des Busses will jeder noch einen guten Platz ergattern. Schnell sind wir komplett überfordert – die besten Plätze sind bereits weg und eine Fensterscheibe sieht dreckiger aus als die andere. Und wo wollten wir nochmal sitzen, links oder rechts?

Schnell bildet sich ein kleiner Stau hinter uns und wir entscheiden uns für den erst besten Platz auf der linken Sitzbank, doch dort ist die Scheibe so dreckig, dass wir doch noch nach rechts rüber wechseln. Und dann sind wir auch noch so nett und überlassen einer Gruppe von drei Mädels unseren Platz damit diese zusammen sitzen können, und landen schlussendlich am schlechtesten Platz überhaupt. Zum Einen ein Radkastensitz, mit so gut wie keiner Beinfreiheit, und dann auch noch am Notausgang. Nicht schlimm eigentlich, doch scheinen alle Notausgangplätze die erste Hälfte des Tages mit beschlagenen Scheiben zu kämpfen zu haben. Auch stellt sich schnell heraus, dass die rechte Sitzreihe definitiv die schlechtere Aussicht hat und so warten wir gespannt ob nicht doch irgendjemand mal aussteigt.

Und das Glück ist auf unserer Seite, zwei Angestellte steigen nach ca. einer Stunde Fahrt aus. Schnell nutzen wir die Gelegenheit und schon ist ihr Platz unserer – ein Volltreffer. Zwar ebenfalls dreckige, aber zumindest nicht beschlagene Scheiben. Immer noch ein Radkastensitz, aber egal – dieser Ausblick entschädigt alles.

Unser Shuttle Bus Fahrer heißt Wayne und auch er trägt nicht unwesentlich zu einer unvergesslichen Fahrt bei. Shuttle Busse kosten nur 1/3 von ebenfalls buchbaren Tourbussen, doch gibt es hier eigentlich recht wenig Hintergrund Information zum Nationalpark. Denn eigentlich sind Shuttle Busse auch wirklich nur Shuttle Busse – sie bringen Wanderer und Camper in den Nationalpark, wo keine privaten Autos erlaubt sind, und holen diese auch wieder ab. Doch vor allem die Kantishna Tour zum Ende des Parks scheint häufig von Touristen wie uns, die ein wenig sparen wollen, auch als Alternative zu einer Tour gebucht zu werden.

Doch schnell stellt sich raus, unser Fahrer Wayne ist ein echter Tourguide, er versorgt uns die ganze Fahrt über mit wichtigen Informationen, Flüsse, Gletscher, Tiere, Berge, er scheint alles zu wissen. Zusätzlich fordert er uns immer wieder auf die Augen offen zu halten und falls wir etwas sehen laut Stop zu schreien.

Kaum sind wir im Park folgt auch schon der erste Stop – ein amerikanischer Elch ist vor uns auf der Straße. Schnell werden auch schon die Fenster geöffnet, die kalte Luft strömt in den Bus, und die Kameras fangen an zu klicken. Schneller als er erschienen ist, ist der Elch schon wieder im Dickicht verschwunden. Wie schaffen die Tiere das nur? Sind über 2 Meter hoch und verschwinden in scheinbar 1 Meter hohem Gras.

Einige Kurven weiter folgt das nächste Highlight, wir haben es vorher nicht zu hoffen gewagt, doch da ragt er plötzlich vor uns in die Höhe der Mt Denali – mit 6190 Metern der höchste Berg Nordamerikas. Und hier haben wir wirklich Glück, denn den Berg ohne Wolken zu sehen ist laut unserem „Guide“ eine Wahrscheinlichkeit von 10%.

Wayne sucht uns einen gut einsehbaren Platz, ohne Bäume vor der Nase und schont ertönt das Klicken von Sicherheitsgurten, die Fenster werden wieder aufgerissen und los geht das Kameraklicken. Erst ist die eine Fensterreihe dran und danach wird für die anderen Platz gemacht. Wayne ist geduldig und fordert erst auf wieder Platz zu nehmen, nachdem er sich vergewissert hat, dass jeder mit seiner Fotosession fertig ist. Denn wer weiß – üblicherweise verschwindet der Berg im Laufe des Vormittags hinter Wolken.

Eine Stunde später ist der Blick auf den Berg noch viel besser und es wird ein ungeplanter kurzer Fotostop eingelegt. Wir können sogar kurz nach draußen.
Danach folgt noch ein weiterer Elch, diesmal eine Elchkuh, Ptarmigans (Alpenschneehühner), und ein weiterer Nationalparkangestellter an Bord, der heute mal frei hat, entdeckt noch vier Schafe für uns. Dieser scheint generell ebenfalls ein Glückgriff zu sein, denn während wir alle nach draussen starren und vergeblich das Tier suchen, welches alle im Bus vor uns zu fotografieren scheinen, entdeckt dieser den Grizzly am anderen Ende des Tals. Weit weg ist dieser und selbst mit Zoom noch winzig auf dem Foto. Doch klar erkennbar ist seine kugelrunde Form, und richtig süß und kuschlig sieht dieser aus. Hätten wir da nicht schon die unzähligen Stories von diversen Kanadiern gehört, mit denen wir ins Gespräch gekommen sind.

Da hieß es z.B. „Schwarzbären – die sind kein Problem, die vergraul ich öfter mal mit leeren Bierdosen aus meinem Garten, aber Grizzlys – die sind unberechenbar!“

Der Angestellte verlässt leider doch irgendwann mal den Bus, er nutzt den Tag zum Wandern, und schon fällt unsere Tiersichtungsquote dramatisch. Die Leute auf unserem Bus haben eine riesen Gaudi und es wird gequatscht ohne Ende, leider scheinen sich so alle weniger auf die Tierwelt draussen zu konzentrieren. ;)

Unterwegs gibt es immer mal wieder 20-minütige Stops an kleinen Rest Areas, dort gibt es Toiletten, auch mal Trinkwasser zum Auffüllen, und diverse kleine Tracks die man erkunden könnte, wenn man danach mit einem anderen Bus weiterfahren würde. Doch uns gefällt unser Bus, und wir wollen ja heute auch noch bis nach Kantishna fahren.

Der Rest des Tage verläuft ähnlich, wir fahren durch unbeschreibliche Landschaft, die man einfach nicht auf Fotos festhalten kann. Das Wetter ist traumhaft und der Denali ist bis am späten Nachmittag wolkenfrei vor fast blauem Himmel. Wir sehen noch einen riesen Schwarm vorbeiziehender Kraniche. Kurz sind wir verwundert wieso diese nach Norden fliegen, doch Wayne, das wandelnde Lexikon hat natürlich eine Antwort parat: Die Vögel umfliegen die Alaska Range, anstatt über die 6000 Meter hohen Berge zu fliegen, umfliegen sie diese nördlich und folgen danach mehr oder weniger dem Alaska Highway.

Der Stop in Kantishna am „Ende der Straße“ ist relativ unspektakulär, umso spannender der „Teenager“ Golden Eagle am Rückweg, der gerade einen Ptarmigan erlegt hat. Mit diesem in der linken Kralle humpelt er davon, und während wir alle fotografieren meint ein kleines Mädchen an Board „I feel sorry for the little bird“.

Am Platz wo wir am Hinweg den Grizzly gesehen haben stoppen wir nochmal kurz, und da ist er wieder, an derselben Bergflanke immer noch in den Beerenbüschen.

Unterwegs haben wir am Eielson Center mit einem Ranger gequatscht. In Österreich und Deutschland war er natürlich auch schon, hat vom österreischischen Essen und vom Deutschen Bier geschwärmt. Er meint der Schnee in der letzten Woche hat die Bären etwas verwirrt, denn teilweise sind die Blueberries nun ein wenig unter Schnee begraben, doch solange es noch Beeren gibt, gibt es auch noch irgendwo Bären. Doch ist das Fressen weg, starten diese ihren verdienten Winterschlaf.

Alles in Allem war die Tour ein richtiges Highlight. Nicht unwesentlich dazu beigetragen haben das Wetter und unser Fahrer, doch die Landschaft in diesem Nationalpark ist auch wirklich schwer zu toppen.

Healy und Bus Nr. 142

Unweit des Nationalparks, kurz außerhalb von Healy, finden wir in einem trockenen Flußbett einen tollen Schlafplatz. Am kommenden Morgen besuchen wir Bus Nr. 142 von „Into the Wild“. Ein detailgetreues Replika, welches im Film verwendet wurde – der Original Bus, steht noch immer dort, wo ihn Alex Supertramp (Chris McCandless) gefunden hatte.

Im Inneren des Busses sind Fotos und Kopien von Alex Aufzeichnungen zu finden, als auch eine letzte SOS Nachricht. Ein trauriges Schicksal und eine tragische Geschichte.

Denali’s Schlittenhunde

Zu Mittag geht es für uns nochmal in den Denali Nationalpark, dort gibt es die Möglichkeit bei einer Schlittenhunden-Demonstration dabei zu sein, und heute ist der letzte geöffnete Tag des Nationalparks. Mit einem kostenlosen Shuttle Bus geht es die fünf Kilometer zu den Denali Sled Dog Kennels.

Gleich zu Beginn haben wir die Möglichkeit die Huskys ganz nah zu bewundern, und ein paar ausgewählte dürfen sogar gestreichelt werden. Es folgt eine kurze Demonstration, und ein paar Hunde werden von den Rangern in den Schlitten eingespannt. Ungeduldig warten diese darauf endlich los laufen zu dürfen und als das Zeichen gegeben wird legen sie los. Der eingespannte Schlitten (im Sommer auf Rädern) rast nur so über das Feld – man spürt wie sehr die Hunde es lieben zu laufen.

Denali Highway

Nach dem tollen Erlebnis im Denali Nationalpark zieht es uns weiter ins südliche Alaska. Wir biegen vom Highway ab und fahren ein Stück auf dem Denali Highway. Dort suchen wir uns einen netten Schlafplatz und genießen die Abgeschiedenheit.

 

7 Antworten zu “Endlich in Alaska”

  1. Fabienne aus der Schweiz

    Wow, da freu ich mich noch viel mehr auf unsere Alaska Reise für nächstes Jahr ;-) Ich verfolge immer euren Blog und kann’s immer kaum erwarten bis ihr wieder einen neuen Bericht rein stellt!

  2. Hallo Ihr Beiden

    Was für tolle Bilder und eine Wahnsinnslandschaft.
    Wir sitzen hier gerade auf der Terrasse in Westaustralien. Es ist Sommer und irgendwie bin ich beim Lesen gerade in eine andere Welt eingetaucht.

    Danke für die Inspiration. Freue mich schon auf weitere Berichte.

    Liebe Grüsse,
    Reni

  3. Super schöner Bericht und tolle Bilder. Ich hoffe selber bald mal nach Alaska reisen zu können. Da ich aber doch eher der fröstliche Typ bin, werde ich die wenigen Sommermonate bevorzugen. Viel Spaß weiterhin euch beiden :)

    LG
    Sofi

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