Roadtrip – Day 13, 14, 15

In Coral Bay hatte der Mechaniker Johnny bald Zeit für uns. Er schaute sich das Auto am Parkplatz an, hörte sich unser Problem an und kramte sein IPhone hervor. Wir berichten von unserer Hammer-Taktik um nach Coral Bay zu kommen, und dass das Problem wohl wahrscheinlich die Lichtmaschine wäre. Johnny’s Antwort: „Hört mal zu – ich bin hier der Mechaniker und zwar seit 15 Jahren, ich weiß von was ich rede und die Lichtmaschine verursacht sicher nicht solch ein Problem. Erzählt doch mir keinen Scheiß.“ Ja klar, der einzige Weg das Auto zum Laufen zu bekommen, ist mit dem Hammer auf die Lichtmaschine zu hauen, aber sie ist nicht das Problem? Wir kennen uns zwar nicht mit Autos aus, aber wer redet da wohl einen Scheiß?

10 Minuten später und auch Johnny ist schlauer, er hat mit einem seiner „Guys“ geredet, und es ist die Lichtmaschine (welch Überraschung). In einem ewig langen Vortrag dürfen wir uns anhören, wie er nun draufkam, dass es die Lichtmaschine sei, dann holte er einen Hammer schlägt aufs Auto ein und meinte „Seht her, so repariert man das kurzfristig.“ Ach ne, hatte Daniel ihm das nicht von Anfang an gesagt?

Über die nächsten Stunden, versuchte er noch weiter unser Auto zu reparieren – immer mit dem IPhone und einem seiner Kumpels am Telefon, die ihm offensichtlich Schritt für Schritt ansagten was er zu tun hat. Also Johnny hatte nun wirklich wenig Ahnung!

All das passierte im „Zentrum“ von Coral Bay. Der Ort besteht eigentlich nur aus ein paar Häusern und in der „Ortsmitte“ gibt es eine Tankstelle, ein paar Cafes und einen angrenzenden Campingplatz

Bald schon gesellte sich ein netter älterer Herr vom Campingplatz gegenüber zu uns und fragte, ob er helfen kann, er kennt sich ein bisschen mit Mechanik aus. Auch er stellte schnell fest, dass Johnny nicht der kompetenteste Mechaniker ist. Er war Grieche und nachdem er von Daniels griechischen Wurzeln erfuhr, war er sowieso hin und weg von uns und kam immer wieder zu Vorschein, sobald Johnny verschwunden war.


Im Endeffekt musste eine neue Lichtmaschine aus Perth bestellt werden. Mit viel Glück wär sie am nächsten Tag (Samstag) in Coral Bay, ansonsten müssen wir bis Montag warten. Geschätzte Gesamtkosten: 500$

Lian und Phon quartierten sich im nahegelegenen Campingplatz ein, wir beide planten heimlich im Auto am Parkplatz zu schlafen, wo das Auto sowieso feststand ohne Lichtmaschine. Die Stimmung war zwar etwas getrübt, aber besser in Coral Bay festsitzen als am Highway. So packten wir zwei bald unsere Sachen und verschwanden an den Strand. Die zwei Mädels aus Taiwan zogen die Campingplatzküche vor.

Coral Bay

Coral Bay ist ein kleines Paradies, das Wasser ist türkisblau und der Strand weiß. In manchen Monaten kann man hier mit Walhaien schnorcheln und tauchen, oder auch mit Manta Rays schnorcheln. Die Walhai Saison hatten wir aber leider verpasst. Es gibt auch Touren mit dem „Glas Bottom Boat“, die auch nicht so schlecht klangen, aber aufgrund unserer Autoreparatur, zogen wir die billigere Variante vor und blieben nur am Strand. Für ein paar Schnorcheltrips wagten wir uns sogar ins Wasser – aber es war eiskalt!


Weiter gehts

Am nächsten Tag war die Lichtmaschine da, der arrogante Johnny baute sie ein und nach ein paar Anlaufschwierigkeiten, schaffte er es das Auto zum Laufen zu bringen. Wär hätte das gedacht!

Juhu, einen Tag blieben wir noch, aber dann sagten wir Coral Bay Good Bye und fuhren ins wunderschöne Exmouth. Den Abend verbrachten wir alle im Campingplatz bei einem leckeren Bier, gesponsert von Lian und Phon.

3 Antworten zu “Gestrandet in Coral Bay”

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