Ausbau unseres Toyota Land Cruiser HZJ78

Bereits kurz nach dem Kauf unseres HZJ 78 starteten wir mit der intensiven Recherche zu unseren Möbeln und einer Grundstruktur des Autos in einem 3D Programm.

Nachdem wir 2011 bereits über ein halbes Jahr in einem Holden Jackaroo gelebt hatten und durch Australien gereist sind, und weitere sieben Wochen in einem Kombi durch Neuseeland, hatten wir bereits mehr oder weniger genaue Vorstellungen.

Unsere Kriterien waren folgende:

  • Nachdem wir auch von unterwegs am Computer arbeiten, wollten wir eine gute Sitzgelegenheit im Auto haben, bei der wir auch bei geschlossenem Klappdach aufrecht sitzen können. Den Verlust an Stauraum nehmen wir dafür gerne in Kauf.
  • Eine optionale Schlafmöglichkeit für unten, wenn wir aufgrund von Kälte, Wind oder Standort nicht im Klappdach schlafen möchten.
  • Wasser und Elektrik sollen wegen einer optimaleren Gewichtsverteilung soweit vorne wie möglich platziert werden – also direkt hinter dem Fahrer und Beifahrer Sitz.

PC-Entwürfe

Pappmodell

Parallel hatten wir bereits in unserem Wohnzimmer die Grundmaße des Innenraums mit Malertape abgeklebt und dort anhand Daniels erstem 3D Modell, Möbel aus Pappe gebaut und aufgebaut. Die erste Version aus Pappe war zwar mühsam zum Basteln, allerdings eine gute Entscheidung. Bei der Höhe der Möbel hatten wir uns völlig vermessen, bzw. die Bretter des Bettes im Hochdach nicht beachtet. Somit musste der Hochschrank um fast 10cm gekürzt werden. Zusätzlich hatten wir auch die Schräge des Fahrersitzes etwas unterschätzt und die Möbel mussten noch etwas in der Länge gekürzt werden.

Der Boden

Für den Boden haben wir 3cm breite Leisten aus Siebdruckplatten geschnitten und mittels Sikaflex am Fahrzeugboden verklebt. Der Zwischenraum der Leisten wurde zwecks Kälteisolierung anschließend mit X-Treme Isolator (20mm) ausgekleidet.
Den Boden selbst haben wir passgenau aus zwei Siebdruckplatten zugeschnitten und von unten mit M6-Einschlagmuttern versehen, um später die Möbel im Boden zu befestigen. Anschließend wurde der Boden mit einem PVC Belag in Holz Optik verklebt. Neben den grauen Möbeln soll dieser etwas Farbe und Wärme ins Auto bringen.

Der Innenausbau

Beim Innenausbau haben wir uns aus Gewichtsgründen gegen klassische Möbel aus reinem Holz entschieden. Stattdessen sollte es ein Ausbau im Case Maker System werden. Hierbei werden 7mm dünne Multiplex Platten mit Aluprofilen vernietet und so die gewünschten Möbel gebaut. Nach einiger Recherche für das Material fiel unsere Wahl auf 4×4 Innenausbau.

Wir haben uns nach intensiver Beratung und wertvollen Tipps von Silke und Knut (vielen Dank dafür nochmal!!) für das Concept 1 entschieden. Farblich haben wir den Ausbau eher neutral gehalten. Die Außenseite der Möbel ist grau, die Innenseite blau.

Auf der Fahrerseite befinden sich zwei Stauboxen, sowie eine Radkastenbox. Die Box direkt hinter dem Fahrersitz beinhaltet Teile unseres Trinkwassers – 4 x 12 Liter in Kanistern.

Auf der Beifahrerseite befinden sich:

  • Elektroschrank – direkt hinter dem Beifahrersitz – beinhaltet 2 Zusatzbatterien, Solarregler, Batterie-Booster. Außerdem noch einen 300W Inverter und eine 2fach 12V/USB Aufbausteckdose.
  • Hochschrank, genereller Stauraum
  • Regal mit sieben herausnehmbaren UTZ Kisten
  • schmales Staufach hinter den UTZ Kisten für Gasflasche, Werkzeug und Ersatzteile
  • „Spülschrank“ mit Waschbecken, kleinem Abwasserkanister, 6l Elgena Wasserboiler und zwei Wasserfiltern

Tisch und Notfallbett

Zwei einzelne Tischplatten (ca. 80cm und 40cm) können wir mittels Tischeinhängeleiste an den Möbeln der Beifahrerseite befestigen. Somit haben wir je nach Bedarf einen Tisch in 40cm, 80cm oder 120cm Breite.
An der oberen Vorderkante der Sitzbank befindet sich ein fest montiertes Vierkantrohr. An der gegenüberliegenden Seite sind in den Aluprofilen des Ausbaus insgesamt 7 Bolzen (Schlossschrauben) integriert, an welchen ein Aluwinkel eingehängt werden kann. Die beiden oben genannten Tischbretter dienen dann als Bretter für das Notfallbett. Die Engel Kühlbox dient befindet sich im Fußbereich.

Detaillierte Einträge zum Innenausbau