Völlig übermüdet kamen wir in Mexico City an, geschlafen hatten wir in der Nacht zuvor ja nicht – hätten wir unser Chaos in unserem Mietauto am Ende unseres Roadtrips lieber schon mal vorher sortiert.

Stressig waren die Tage zuvor auch, nachdem wir uns bei der Flugbuchung um mindestens einen Tag verschätzt hatten. Wir hatten den Flug erst in San Francisco – also drei Tage zuvor – gebucht. Nun ja, wir haben bei der Reise schon öfter Probleme gehabt, Daten einzuhalten. :) Und auf der Strecke von SF nach L.A. darf man beim Planen, bei so vielen tollen Stops unterwegs, nicht einfach nur die Kilometer der Strecke berücksichtigen.

Der Flug von L.A. Nach Mexiko City dauerte 10 Stunden, das hätten wir vorher nicht gedacht. Geflogen sind wir mit Delta Airlines, gemeinsam mit Continental Airlines, die schlechteste Fluglinie bisher auf unserer Reise. Bei dem Preis aber auch nicht so schlimm: der Flug hat 129,55 € pro Person gekostet, inkl. 20kg Gepäck.

México D.F.

Die Hauptstadt von Mexiko ist Mexiko Stadt. Eher bekannt als Mexico City, Ciudad de México, México D.F. (Distrito Federal) oder einfach nur México. Mit ca. 20 Millionen Einwohnern ist die Megastadt Mexico City eine der größten Städte der Welt und hat laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation eine der schlechtesten Luftqualitäten der Welt.

Durchschnittlich liegt Mexico City auf etwa 2.310 Metern über dem Meeresspiegel und ist auf drei Seiten von Bergen umgeben – unter anderem von den berühmten Zwillingsvulkanen Popocatépetl und Iztaccíhuatl, sowie der Sierra Nevada. (Wikipedia)

Unser Hostel hatten wir am Vorabend über Hostelwold gebucht. Die günstigen Hostels waren schon alle weg und so entschieden wir uns für das im Vergleich etwas teurere Hostel Amigo Suites im historischen Zentrum der Stadt. Für insgesamt 12€ waren aber Frühstück und Abendessen inklusive (wenn man schnell genug war und noch etwas abbekam ;P). Das Hostel lag super zentral, gleich ums Eck von der Kathedrale und dem Zócalo (also dem Zentrum schlechthin) – und weil es hier so viele Touristen gibt, findet man nachts auch ca. alle 200m ein Polizeiauto – also ziemlich sicher (oder gerade deshalb auch wieder nicht – es gibt ja auch Länder in denen man der Polizei lieber aus dem Weg geht ;P).

Ankunft in Mexiko

An unserem ersten Tag in Mexiko haben wir eigentlich nicht wirklich viel gemacht. Morgens kauften wir uns erstmal einen Reiseführer (wie eigentlich immer einen Lonely Planet). Das war auch Priorität, denn wir hatten noch keine Ahnung von Mexiko, geschweige denn von Mexiko Stadt und was es hier zu tun geben würde. Ein paar Tipps hatten wir schon von Steffis Schwester und auch von Maria bekommen, aber einen Reiseführer brauchten wir trotzdem noch.

Zusätzlich kauften wir uns auch ein kleines Spanisch-Phrasenbuch (Lonely Planet) mit den wichtigsten Vokabeln. Dieses brauchten wir eigentlich relativ oft, und lernten fleißig damit. Den Rest des Tages haben wir also den Reiseführer gewälzt, ein bisschen relaxt und endlich mal wieder die schon vor Dreck stehende Wäsche gewaschen. ;)

Das 4er Zimmer im Hostel teilten wir uns mit 2 Deutschen, André aus Dortmund und Manuel aus Berlin. Mit den Beiden und der Französin Marie gingen wir auch tags darauf etwas bummeln. Zum Mittagessen gabs Tacos in einem kleinen Restaurant, danach gings zum Sightseeing.
Wonach wir bei einer Restaurantsuche immer Ausschau halten, sind Lokale, in denen man viele Einheimischen findet – die müssen ja wissen wo das Essen schmeckt.

Zócalo

Unser erster Sightseeingstop war der Zócalo (Plaza de la Constitución) – der zentrale Platz der Stadt und nur einen Katzensprung von unserem Hostel entfernt. Zum Einen ist der Platz selbst, als einer der größten Plätze der Welt, ein Highlight, dann gibt es dort außerdem noch die Kathedrale, den Palacio Municipal (Stadtpalast) und den Palacio Nacional (Präsidentenpalast).

Die Kathedrale

Die Kathedrale von Mexico City ist amerikaweit die größte und älteste Kathedrale.

Templo Mayor

Nach einem kurzen Besuch der Kathedrale ging es zur Ausgrabungsstätte Templo Mayor, „dem“ Zentrum der Azteken. Die Pyramide war der größte und wichtigste Tempel der aztekischen Hauptstadt Tenochtitlán (der heutigen Mexiko Stadt). Erst 1978 wurden Teile des Tempels zufällig bei Bauarbeiten einer Elektrizitätsgesellschaft entdeckt und bis heute wurden Teile davon freigelegt. Wie man auf dem ersten Bild gut sieht, wurde der Tempel mehrere Male erweitert.

Palacio Nacional

Im Nationalpalast Palacio Nacional, dem Sitz des Präsidenten, sind Wandmalereien von Diego Rivera zu bewundern.

Wrestling

Nach diesem fleißigen Sightseeing-Tag stand noch ein weiterer Punkt auf dem Programm – ein absolutes Must See in Mexico City: mexikanisches Wrestling. Für den Eintritt bezahlten wir 15€ – und das war, wie wir stark vermuten, Touristen Preis.

Mit einer Gruppe von ca. 20 Leuten aus dem Hostel ging es dorthin. Auch wenn wir beide eigentlich gar nicht auf Wrestling stehen, war die Show wirklich toll und man wurde von der Begeisterung der Einheimischen einfach mitgerissen.

Nach der Show gings zu einer Party in einem „Nachbarhostel“. Fast ums Eck lag dieses und galt als Partyhostel, unseres war im Vergleich dazu eins für alte Leute, wie uns. ;P

Es wurde ein bisschen gefeiert und getrunken, und vom Barkeeper gabs Tequila direkt aus der Flasche in den Mund.

Kameras waren beim Wrestling übrigens streng verboten, deshalb die ziemlich schlechten Aufnahmen mit Daniels Handy. :)

Eine Antwort zu “Mexico City”

Hinterlasse eine Antwort

XHTML: Sie können diese Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>