Unser Roadtrip begann so schön

Voller Elan startete unser Roadtrip Richtung Broome/Darwin am 10.10.2010. Das Öl leckte zwar noch immer, aber laut Simon, dem Mechaniker beim Safety Check vor dem Kauf, wäre das jedoch nur eine kleine Reparatur, die wir aus Zeitgründen erst in Geraldton erledigen lassen wollten.

Das Auto tropfte und stinkte zwar, aber es schien alles in Ordnung zu sein. 1400km und viele Mechaniker später wissen wir nun, dass dem nicht so ist.

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Der Werkstätten Marathon beginnt…

Unser erster Stop aufgrund des Autos, war wie geplant in Geraldton. Mechaniker Nummer 1 schickte uns zu einer weiteren Werkstatt. Dort hatten sie ein bisschen Zeit um sich unseren Holden etwas genauer anzuschauen. Geschätzte Reparaturkosten: 1500$ oder einiges weniger, falls es nicht die Gearbox sein sollte, aus der die Massen von Öl austreten. Außerdem bestätigte er uns den Verdacht, dass das Auto sehr nach Benzin riecht und dass der Gestank nicht, wie ein anderer Mechaniker in Perth meinte, aufgrund der Ölrückstände war. Also gabs einen strickten Befehl an unsere Mitfahrer: kein Feuer in der Nähe des Autos!!

Die Mechaniker in Geraldton waren alle vollkommen ausgebucht, also schickte man uns weiter in die Stadt Kalbarri. Dort suchten wir, auf Empfehlung, den Bilgoman auf. Dieser war aber schon bis November ausgebucht und verwieß uns an eine andere nahe gelegene Werkstatt.

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Wieder einmal schilderten wir unseren Fall und unsere Krücke kam wieder einmal auf die Hebebühne. Nach 30 minütiger Inspektion stand fest, der Hauptgrund für das Öl sei der Oil Pressure Switch und es tritt definitiv Benzin aus – wahrscheinlich sind die „Fuel Injector O-Rings“ undicht. Grob geschätzt eine Reparatur von 250-400$. Aufgrund der Gefahr vom Benzinleck hatten wir keine andere Wahl, als das Auto am nächsten Tag reparieren zu lassen.

Am selben Nachmittag noch bekamen wir die frohe Botschaft, unser Auto wäre repariert, 350$ kostete uns der Spaß dafür gabs den alten „Oil Pressure Switch“ als Souvenir. Ein weiteres kleines Ölleck könnte noch vorhanden sein, aber mit genug Öl im Gepäck kein großes Problem.

Froh über diesen reibungslosen Ablauf starteten wir gleich am Morgen darauf in den Kalbarri Nationalpark. 60km wackelige Offroad-Strecke – kein Problem für unseren Holden Jackaroo. Tags darauf an der Tankstelle fanden wir jedoch nach nur 10 minütiger Pause eine große Öllacke unter dem Auto. Auch das Kühlwasser wollte nun mit Öl und Benzin mitspielen und fing an zu tropfen. Und wie sollte es anders sein auch das Benzin stank wieder fröhlich vor sich hin.

Nach unserem Zwischenstop in Shark Bay wurde alles nur noch schlimmer und ließen somit den geplanten gratis Campingplatz für die nächste Nacht aus und fuhren gleich zum Mechaniker in der nächsten Stadt Carnarvon. 50km vor der Stadt machte der Motor während der Fahrt schlapp.

Ja, wir hatten getankt. Nein, der Motor war nicht zu heiß und ja, wir hatten noch genug Kühlflüßigkeit und Öl. Irgendwie gelang es Daniel den Motor wieder zum Laufen zu bekommen und wir schafften es in die Stadt.

Nächster Morgen – nächster Mechaniker (wieder einmal). Mechaniker Nummer 1 war wieder völlig ausgebucht, Nummer 2 hatte nur kurz nach der Mittagspause Zeit und Nummer 3 konnte sich gleich um unser Sorgenkind kümmern. Eigentlich waren wir wegen einem Austausch des „Fuel Filters“ dort, aber das wäre ja zu einfach gewesen. Ein „Fuel Injector“ hatte einen kleinen Riss. Zu unserem Glück hatte es dieser Mechaniker entdeckt, sonst (Zitat vom Mechaniker): KABUMMM!!!!

Ab jetzt wird es richtig teuer. Uns wurde empfohlen alle 4 „Fuel Injector“ für satte 1500$ auszutauschen.

1500$ nur für das Benzinleck war uns wirklich zu teuer, denn da waren ja außerdem immer noch das misteriöse Ölleck, das Kühlwasser (obwohl das Daniel wahrscheinlich selber reparieren kann), und die Radlager, die evtl. noch nachgezogen bzw. im schlimmsten Fall ausgetauscht werden müssen.

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Nachdem wir jetzt nicht wissen, was noch alles an Reperaturkosten auf uns zukommen wird und uns von einem Mechaniker abgeraten wurde die Gibb River Road – ein Hauptgrund dafür, uns einen 4×4 zu kaufen – zu fahren, überlegen wir nun das Auto entweder in Broome oder in Darwin loszuwerden. Bis dahin muss ein neuer Fuel Injector für wahrscheinlich 700$ reichen.

Das Auto steht nun also seit gestern bei der Werkstatt, mittlerweile sollte eines der Ersatzteile aus Perth angekommen sein, der Rest kommt morgen früh. Zu Mittag sollte alles fertig sein und wir wissen (diesmal hoffentlich wirklich), was es mit dem Ölleck auf sich hat.

Flüchtlingslager „Rentner und Senioren Touristenpark Marloo“

Nun sitzen wir hier also im von der Werkstatt am nächst gelgenen Campingplatz – dem Marloo Campingplatz für Pensionisten. Wir sind hier die Kids und werden von allen ganz herzlich gegrüßt. Es gibt einen Pool, eine wundervolle Küche, einen BBQ und das Bad duftet!!!! Es ist so wunderschön am liebsten würde Steffi ihr Zelt im Bad aufbauen. 100 Papagaien fliegen den ganzen Tag auf und ab, hier könnte man sich wohl fühlen, wenn man nicht irgendwoher einen Haufen Kohle und ein funktionierendes Auto organisieren müsste.

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Soweit die Infos zu unserem „Möchtegern-4WD“, Fotos vom Roadtrip gibts demnächst – alles abhängig davon ob wir bald ins Outback weiterdüsen können.

9 Antworten zu “Nun also „die Schrottkarre“”

  1. auwweeeh, die krücke hat sich also als echt krücke erwiesen… bin schon gepannt, wies weitergeht. ich hoff ihr könnt bald weiterfahren und dass die ganzen reparaturen etc. nicht allzu teuer werden!! bussibaba

  2. hammerlisa

    oi, naja vl gefällt ihm sein name einfach nicht, der arme, und ihr armen.. aber ein schönes bad hat auch was (und das mein ich jetzt nicht ironisch) ;) denk oft an euch, dickes bussl aus innbruck, lisa

  3. das ist ja echt suboptimal… :-( gib mir die adresse der werkstadt, ich schicke unsere griechischen cousins mal vorbei… ;-)
    good luck!

    ps:euer 1. foto auf dieser seite ist wirklich ein hit!

  4. wenn ihr mal Hilfe braucht dann wäre der Onkel meiner Mam in Australien.
    Adolf Hanich, 6A Staion Street, Thirroul 2515, Australien, Mobil: 0419134483
    Hoffentlich kommt ihr heil weiter, ansonsten das Auto verkaufen da diese Probleme warscheinlich nicht in den Griff zu bekommen sind, außer ihr habt lange Zeit und viel Geld.
    Alles Gute Markus

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