Nach bisher recht verregneten 10 Tagen in Mexiko war es Zeit für einen neuen Ort, die Busgesellschaft OCC brachte uns für 200 MXN (12 EUR) in 6 Stunden von Oaxaca nach Puerto Escondido – einem kleinen Surfort an der Pazifikküste. Sonne und warme Temperaturen – so stellten wir es uns vor, einen Hurricane hatten wir jedoch nicht erwartet, mehr dazu etwas später. ;)

Puerto Escondido an der Pazifikküste

Puerto Escondido ist vor allem bei Surfern und Bodyboardern bekannt, denn dort findet man die Mexican Pipeline, eine Welle vergleichbar mit der Pipeline in Hawaii, die zu den größten Rohrwellen der Welt gehört und eine Höhe von bis zu zehn Metern erreicht.

Unser Plan war – nach einem Tag in Puerto Escondido und bestaunen der Big Waves – ein paar Strände weiter ins gemütliche und anscheinend nicht so touristische Zipolite zu fahren.

Bei unserer Ankunft in Puerto Escondido müssen wir zugeben, waren wir schon etwas enttäuscht, riesige Wellen von über 10 Metern hatten wir erwartet, die zu dieser Jahreszeit (Mai – Juli) eigentlich vorkommen sollten (und laut Backpackern in Mexico City eine Woche zuvor auch noch herrschten), aber wir fanden nur Wellen von maximal 1 Meter vor. Dafür erfuhren wir, dass in 2 Tagen der ASP 4-Star Quiksilver Puerto Escondido Pro Contest starten sollte, bei dem wir Surfprofis aus der ganzen Welt bewundern konnten. Bei den kleinen Wellen die hier jedoch aktuell herrschten, waren wir verwundert, ob der Contest denn überhaupt stattfinden könnte – als Antwort bekamen wir von unserem Hostel Besitzer nur ein Grinsen und die Antwort „Wie gut, dass in zwei Tagen ein Hurricane vorbei kommt, da sollten die Wellen etwas größer sein“.

Ein Hurricane? Waas? Und das sagt er so ganz locker? Das war unsere erste Reaktion, denn zu dem Zeitpunkt waren wir schon in unserer neuen Unterkunft Hotel Rockaway, einer kleinen Bambushütte, etwa 100 Meter vom Meer entfernt – nicht die besten Vorraussetzungen.

Wie gut dass wir den Link des National Hurricane Center schon als Bookmark gespeichert hatten und so Hurricane Dora genauestens beobachten konnten. ;)

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Osa Mariposa

Unsere erste Unterkunft in Puerto Escondido war das Osa Mariposa für 100 MXN am Playa Zicatela Sur. Wir hatten uns aufgrund der guten Reviews für dieses Hostel entschieden, die wir leider gar nicht bestätigen konnten.

Das Hostel befand sich einen etwa 30 Minuten Spaziergang südlich vom Zentrum Puerto Escondidos. In der Beschreibung stand, dass sich das saubere und gemütliche Hostel in der Brisas de Zicatela Nachbarschaft von Puerto Escondido befinden sollte, nur 100 Meter vom schönen Strand entfernt und umgeben von netten Restaurants und Cafes sein sollte.

Sauber war das Hostel leider ganz und gar nicht, die Betten waren mit Gecko Häufchen übersät, das Zimmer wimmelte nur so von Moskitos und generell wirkte es etwas verlassen. Am späteren Abend kam ein Taxi mit potentiellen Gästen, nach Besichtigung der Zimmer verschwanden die aber sofort wieder und das deutsche Pärchen, das zu späterer Stunde eincheckte und dessen Zimmer sich neben unserem befand, hörten wir auch nur jammern. ;)

Das Essen, müssen wir zugeben, war wirklich ausgezeichnet, und zur Hochsaison scheint es hier wirklich super gemütlich zu sein, aber jetzt in der Hurricane Season – also Nebensaison – kam es uns etwas verwahrlost vor. Nach einer Nacht suchten wir uns jedenfalls ein etwas zentraleres Hostel.

Rockaway Hotel

Unsere neue Bleibe war das Rockaway Hotel – direkt im Zentrum des Playa Zicatela. Für 125 MXN hatten wir unser eigenes kleines Cabaña mit eigenem Badezimmer, etwa 30 Meter von unserem Zimmer entfernt befand sich ein schöner Pool, in etwa 100 Metern Entfernung befand sich schon der Strand (und dieser war noch dazu sauber) und es gab gratis WLAN. Also der Umzug in dieses neues Hostel hat sich auf jeden Fall ausgezahlt, schade war nur, dass die Poolbar wegen Renovierungsarbeiten geschlossen hatte. ;)

Impressionen

Leckeres Essen gabs in Puerto Escondido zur genüge – unser Favorit Enchiladas verdes.

Dora

Nach dem ersten Schrecken, dass ein Hurrikan auf uns zurasen sollte, entspannten wir uns wieder, als wir mit weiteren Einheimischen gesprochen hatten und Doras Bilder regelmäßig online checkten. Dora war auf direktem Weg nach Norden, wir befanden uns relativ weit südlich und sollten laut Locals nur einen kleinen Sturm erwarten.

In der Nacht, in der uns Dora besuchen sollte, bereiteten wir uns also auf eine stürmische Nacht vor, freuten uns aber schon insgeheim auf die Big Waves am nächsten Morgen. Auf Fotos sehen diese ja sehr beeindruckend aus, in live hatten wir leider noch nie welche gesehen.

Wir müssen aber gestehen, dass uns der Kategorie 4 Hurricane Dora etwas enttäuscht hatte, nicht ein Lüftchen regte sich in der Nacht und die Wellen am nächsten Tag waren enttäuschend klein. ;)

weitere Impressionen

Vorbereitungen für den ASP 4-Star Quiksilver Puerto Escondido Pro Contest

2 Antworten zu “Puerto Escondido”

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