Weiter an die Nordküste Cornwalls

Nach ein paar Nächten in der Nähe von Land’s End zog es uns die Küste weiter nach Norden. Über enge Straßen und an der Küste entlang fuhren wir zur Watergay Bay. Der ursprüngliche Plan war dort für 1-2 Nächte zu bleiben und das nahe gelegene Newquay zu erkunden. Doch das Wetter spielte nicht wirklich mit, auch sagte uns der Campingplatz mit Hallenbad und eigenem Kinder Club nicht so ganz zu. So fuhren wir nach einer Nacht gleich weiter nach Polzeath.

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Polzeath

Der Tristram Camping Park in Polzeath war unsere Heimat für die kommenden drei Nächte für 22€ pro Nacht. Heiße Duschen kosteten hier extra, 50p für ein paar Minuten. Es konnte immer nur eine Münze eingeworfen werden und der Automat war außerhalb der Duschen angebracht – wer sich das nur einfallen hat lassen.

Für Camper auf den billigen Stellplätzen, sprich ohne Elektrizität, gab es die Möglichkeit Icepacks in einer Tiefkühltruhe zu kühlen. Eigentlich ein super Service, wären unsere Icepacks nicht nach der zweiten Nacht spurlos verschwunden gewesen. Aber wir müssen zugeben, bei den unzähligen blauen Icepacks in ähnlichen Supermarkttüten verliert man schnell den Überblick.

Die Aussicht am Tristram Camping Platz war definitiv ein Hingucker, die Spots in der ersten Reihe und mit bester Aussicht waren natürlich alle schon belegt, so machten wir es uns etwas weiter hinten gemütlich. Und während Daniel surfte, konnte Steffi ihn von hier oben mit dem Fernglas beobachten. ;)

Von der Temperatur waren wir vom Norden Cornwalls positiv überrascht. Die Luft, als auch das Wasser waren spürbar wärmer, und auch der eiskalte Wind wehte hier wesentlich ruhiger.
Wie gut dass wir noch kurz vor der Hauptsaison unterwegs waren, an unserem Abreisetag wurde der Campingplatz immer voller und die Preise für die billigen Plätze ohne Strom wurden um 10€ erhöht, die anderen sogar um 15€.

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Für das relaxen am Strand ist Polzeath nicht wirklich geeignet, durch die hohe Flut bleibt der Sand noch lange relativ nass, und aufgrund des Wochenendes war dieser auch ziemlich überfüllt.

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Saunton Sands

Auf unserer Weiterfahrt blieben wir auf einem Lookout über den Saunton Sands stehen. Ein beliebter Surf Spot, bei diesem kleinen Wellengang definitiv bestens um surfen zu lernen – Platz gibt es hier genug.

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Croyde & Croyde Bay

Der letzte Stop unseres England Urlaubs war Croyde. Dieses kleine Dorf liegt einen kurzen Spaziergang vom Sandstrand entfernt und war ein krönender Abschluss. Traditionelle Reetdächer zieren das Straßenbild, in denen Pubs, Surf Shops oder kleine Cafes zu finden sind. Der Cream Tea mit den herzhaften Scones mit Chili Marmelade im „The Old Cream Shop & Tea Garden“ ist definitiv empfehlenswert!

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Surfer’s Paradise in Croyde Bay

In Croyde suchten wir erst mal den nächsten Campingplatz, diesen hatten wir auch schnell gefunden – den Campingplatz Surfer’s Paradise. Gerade hatte er eröffnet, und hätten wir nicht wider 20 Kilometer zurück in den letzten Ort fahren müssen, um Geld abzuheben, wären wir der erste Check-In der Saison gewesen.

Nur sechs Wochen hat der Campingplatz pro Saison geöffnet. Gecampt wird auf ein paar Wiesen, 5 -10 Fußminuten vom Meer entfernt, saubere temporäre Toiletten und Duschen gibt es in Container. Nachdem diese bei unserem Aufenthalt noch kaum benutzt waren, waren sie sogar die saubersten Toiletten und Duschen unseres ganzen Urlaubs.

Nach einer gemütlichen ersten Nacht am Campingplatz, waren wir am zweiten Tag wir ganz schön überrascht, als immer mehr und mehr Leute dort auftauchten. Vorwiegend große Gruppen von Teenagern, die entweder mit eigenem Auto angereist kamen, oder mit Sack und Pack von den Eltern hier rausgelassen wurden. Ein Foto vom Vollen Platz gibts leider nicht, nur eines als wir schön langsam immer mehr eingekreist wurden und es sich rechts und links von uns Breit gemacht wurde.

Vor allem an den Stellplätzen am Rand quetschen sich immer mehr Zelte und Autos zwischen die Camper. Hatten wir vorher noch einen ausreichenden Höflichkeitsabstand zu unseren Nachbarn, staunten diese am nächsten Tag nicht schlecht, als sie am nächsten Morgen aus ihrem Zelt ausstiegen und vor ihrer Nase ein parkendes Auto vorfanden.

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Croyde Bay

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Stonehenge

Stonehenge kennt wohl jeder, und dass es in England liegt weiß man auch, aber nur durch Zufall haben wir entdeckt, dass Stonehenge direkt auf unserem Weg zurück nach Dover lag. Relativ früh starteten wir in Croyde Richtung Dover. Am späten Nachmittag hatten wir uns noch mit einer Freundin, die jetzt in England lebt, etwas südlich von London verabredet. Für den Weg brauchten wir dann doch länger als gedacht, somit blieb uns für Stonehenge nicht mehr wirklich viel Zeit.

Die ewig lange Warteschlange für ein Eintrittsticket, inkl. Zugang zum Bus, welcher einen vom Haupteingang zu den bekannten Steinkreisen brachte, erschreckte uns. Zufällig hörten wir von einem Paar vor uns, dass sie die Warteschlange umgehen würden, in dem Sie direkt zu Stonehenge spazierten. Diese Variante wäre zudem kostenlos, man durfte nur nicht ganz so nah zu den Steinen, wie mit Ticket.

Kurz überlegten wir, und schon folgten wir einigen Menschen, die zu Fuß durch die Felder unterwegs waren. Die ganze Strecke war doch etwas weiter als gedacht, und nachdem wir sahen wieviele Busse zwischen Stonehenge und dem Eingang verkehrten haben wir uns zeitlich vermutlich nicht sehr viel eingespart. Zusätzlich hatten wir die Möglichkeit Stonehenge nur von einer Seite zu bewundern, und mussten somit gegen die Sonne fotografieren. Für einen ersten Eindruck hat es auf jeden Fall gereicht, wer mehr Zeit zur Verfügung hat, dem würden wir vermutlich rate den Eintritt zu bezahlen. Vermutlich ist es am Besten hier relativ früh oder spät aufzutauchen, um die Tagesausflüge aus London zu vermeiden.

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Direkt am Monument sahen wir das ein oder andere Auto auf Zufahrtsstraßen stehen, welche direkt vom Highway hier her führen mussten. Auf der Weiterfahrt entdeckten wir auch die ein oder andere Zufahrt welche einen anscheinend direkt zu Stonehenge bringt.

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Von Stonehenge ging es über einen leider viel zu kurzen Stop bei Steffis Freundin weiter nach Dover. Die Fahrt auf der Fähre verlief relativ unkompliziert. Beim Einchecken wurden wir allerdings für einen genaueren Check zur Seite geholt. Die Grenzbeamte wollte wissen, was wir in diesen Boxen im Heck unseres Autos transportierten. Als wir ihr zeigten, dass es die Möbel für unseren „Camper Van“ waren, war sie begeistert und wir durften weiter fahren. ;)

Eine letzte Nacht verbrachten wir in Belgien auf einer Autobahnraststätte, holten uns am nächsten Morgen noch einen Steinschlag von einem Schweinetransporter und fuhren zügig durch, und wurden von München begrüßt, wie man es kennt – mit Stau. ;)

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3 Antworten zu “Südengland und der Norden von Cornwall – Roadtrip #3”

    • Hallo Elisa,
      vielen Dank, wir sind auch noch immer super zufrieden mit unserem Auto. :)

      Wir haben gelesen, dass du bei deinem T5 auch einen Innenausbau planst. Wir sind von unserem Innenausbau noch immer begeistert, ist vielleicht nicht so wohnlich und „warm“ wie Holz, allerdings sehr stabil und pflegeleicht. 4×4 Innenausbau können wir definitiv empfehlen, dort kann man auch persönlich hin (vorher Termin ausmachen) und sich alles vor Ort ansehen.

      Viele Grüße,
      Steffi und Daniel

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