In Ecuador über den Äquator
26 July 2018
3. März 2018 – 14. März 2018

Cayambe Coca National Park

Wir sind nun auf der Südhalbkugel unterwegs und starten diesen Abschnitt unseres Abenteuers gleich mit einer Dirt Road. Es geht durch den Cayambe Coca Nationalpark, welcher unter anderem Trinkwasserlieferant für die Hauptstadt Quito ist. Daher ist aber auch eine Genehmigung zur Durchfahrt erforderlich, welche man sich in dem kleinen Ort Oyacachi einholen kann.

Theoretisch soll es die auch ganz einfach bei der Therme geben, doch ist heute niemand mehr erreichbar und so bleiben wir hier um die Ecke über Nacht. Pünktlich um 8 Uhr stehen wir im Office, doch hier scheint die Computer Maus abhanden gekommen zu sein. Mit dem Angestellten im Auto gehts also zum Presidente, der uns in seinem Wohnzimmer einfach ein handschriftliches Schreiben ausstellt. Damit gehts nun wieder zurück zum Gate und wir dürfen rein in den Nationalpark.

Die Strecke ist alles relativ guter Dirt, und immer wieder geht es auf über 4000 Meter hoch. Bei dem aktuellen Wetter mit Schneeregen und immer wieder dichtem Nebel können wir die schönen Aussichten allerdings oft nur erahnen. Schneller als gedacht kommen wir daher in Papallacta an, wo es die schönsten Thermen Ecuadors geben soll. Doch beim Anblick des Parkplatz erleben wir einen kleinen Schock, wir haben nicht bedacht dass heute Wochenende ist. Wir entscheiden uns die Thermen heute auszulassen, direkt noch nach Mindo zu fahren und hoffen dort auf besseres Wetter.

Mindo

Um von Papallacta nach Mindo zu kommen müssen wir einmal über die Cordillera hoch auf über 4000 Meter, dann durch die Ausläufer von Quito, und danach gehts noch weiter durch die Berge auf 1200 Meter hinab.

Nachmittags kommen wir in Mindo an, doch leider herrscht auch hier nur Regen. Im Beehive Café gibt’s leckeren Kaffee und abends campen wir beim Schweizer Restaurant La Roulotte, denn auch wir wollen die leckere Steinofenpizza probieren von der jeder schwärmt. Und wir werden nicht enttäuscht!

Den nächsten Morgen starten wir mit einer kleinen Wanderung durch das kleine Labyrinth der Unterkunft. Mit Büschen und Pflanzen wurde hier ein Labyrinth geschaffen, mit süßen kleinen Infotafeln zu den einheimischen Tieren und Pflanzen und hat man das Ziel erreicht, findet sich ein schön angelegter Teich mit heimischen Fröschen. Mit einem Kaffee setzen wir uns danach ins Restaurant, von wo man bestens die Vögel beobachten kann und Ignacio, der nette Caretaker, setzt sich zu uns und hat viele Informationen für uns parat.

Am späten Vormittag starten wir auf die Wanderung zu den fünf Wasserfällen. Für das aktuelle Wetter ist richtig viel los, zum Start bringt uns gleich die abenteuerliche Seilbahn (Tarabita) in erstaunlicher Geschwindigkeit über die tiefe Schlucht, bis zu 140 Meter soll es hier runter gehen.

Angetrieben wird das ganzen von einem alten Nissan Motor und Getriebe. Auf der anderen Seite der Schlucht entscheiden wir uns für die große Runde und wollen zu allen fünf Wasserfällen wandern. Doch bei Nummer vier drehen wir um, denn mittlerweile regnet es wie aus Eimern und wir sind klitschnass, doch die Wanderung hat sich trotzdem sehr gelohnt. Wieder einmal sind wir froh um unsere waterproof Bags, um die Kameras trocken zu halten.

Am Nachmittag kommen wir in Mindo Stadt noch in den Genuss einer Schokoladen Tour bei Yumbo. Aufgrund des Klimas in Mindo werden hier die Kakao Früchte nicht direkt geerntet und die Bohnen getrocknet, sondern in einer kleinen Community nicht allzuweit entfernt. Wir bekommen viele Infos zum gesamten Prozess und den Früchten selbst und können die verschiedenen Schokoladen durchkosten.

Nach Langem Überlegen starten wir noch am selben Nachmittag zur Küste, wir hoffen dort endlich mal wieder etwas Sonne zu sehen.

Mompiche

An der Küste warten einige schöne Strände und wieder traumhafte Sonnenuntergänge auf uns. Wir starten im gemütlichen Mompiche, mit dem schönen Playa Negra quasi um die Ecke. Der Sand hier ist, wie es der Name vermuten lässt, schwarz und hat eine ganz eigene Textur. Durch das enthaltene Titanium ist dieser ganz fein, und trotzdem schwer und klebt ganz schnell am Körper. Zurück in Mompiche kommt Daniel endlich mal wieder zum Surfen.

An der Küste weiter nach Süden

Im kleinen, bei Touristen beliebten Fischerort Canoa campen wir im Hotel Bambu mit dessen netter Anlage. Zur Happy Hour genießen wir einen leckeren Cocktail zum Sonnenuntergang. Den Tag verbringen wir mit weiterer Recherche zu Galapagos, und als wir ein gutes Angebot von Cometa Travel auf der Angelito erhalten schlagen wir gleich zu.

Für uns geht es weiter nach Süden, wir bleiben ein paar Tage an einem schönen ruhigen Surfstrand, und fahren über Olon schließlich weiter ins touristische Montanita. Dort ändern sich unsere Pläne schlagartig. Eine Email von Cometa Travel erreicht uns, die Flüge nach Galapagos sind aktuell alle ausgebucht, und wir müssen schon Übermorgen von Quito fliegen, was bedeutet dass wir bereits morgen im 550 Kilometer entfernten Quito sein müssen.

Statt wie geplant weiter nach Süden zu fahren und über Guayaquill nach Quito zu fahren, verlassen wir uns jetzt lieber auf Google Maps und drehen am späten Nachmittag um nach Norden. Daniel lässt es sich aber nicht nehmen noch einmal zur Sonnenuntergang Session in Las Tunas ins Meer zu springen, denn das nächste Mal Surfen steht vermutlich erst in Peru am Plan. Nach dem Sonnenuntergang fahren wir noch 200 Kilometer weiter, bis wir bei einer Tankstelle die Nacht verbringen. Nach einer relativ ruhigen Nacht für eine Tankstelle, düsen wir gleich weiter bis Quito und kommen um die Mittagszeit am Colibri Hostel, nicht weit vom Flughafen entfernt, an. Dort kann man während seiner Zeit auf den Galapagos Insel das Auto sicher parken.

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